Story

Design with ♥ from Pforzelona

Pforzheim ist unsere Wahlheimat – hier leben und arbeiten wir. Viele kreative Geister wirken hier in „Pforzelona“, gestalten und prägen die Stadt. Genießen die Kleinigkeiten, die mit Liebe geschaffenen Schätze und Plätze. Flüsse, Seen und Wälder, Altes, Neues, Gelungenes und Missratenes – alles hat und findet in Pforzelona seinen Platz. Und auch die Geschichte unserer Botties  nahm hier ihren Anfang …

2008

Als Studentin an der Fakultät für Gestaltung der Hochschule Pforzheim entwickelte die Gründerin Isabelle Possehl ein modulares Schuhkonzept.Wie viele andere Frauen hatte sie oft das Problem, sich entscheiden zu müssen, welche und wie viele Schuhe sie in den Urlaubskoffer packt. Der „Schuh-Schuh“, ihr multifunktionaler, wandelbarer Entwurf, gab auf diese Frage die lang ersehnte Antwort: Ein genähtes oder gestricktes wärmendes Oberteil konnte mittels Klettverbindung an die Sandale angebracht werden. Perfekt für laue Sommerabende und für den schnellen Stylingwechsel! Für ihr Konzept wurde sie beim Footwear Fashion Future Award 2008 des Bundesverbands der Schuhindustrie ausgezeichnet. Der platzsparende, in jede Handtasche passende ‚Schuh-Schuh‘ überzeugte die Jury vor allem durch seine Originalität und liebevolle Verarbeitung.

2017

Nach acht Jahren gedanklicher Weiterentwicklung beschloss Isabelle, das Konzept in die Tat umzusetzen – und legte dabei den Fokus bewusst auf „Do-it-yourself“. Für diesen Part holte sie sich fachliche Unterstützung ins Boot: ihre Mutter! Die gebürtige Französin Claudine Vigouroux beschäftigt sich in ihrer Freizeit leidenschaftlich gerne mit Handarbeit, weshalb das Projekt „Häkelschuhe“ ganz nach ihrem Geschmack war. Zusammen gründeten sie das Unternehmen „mabottie“ (aus dem französischen abgeleitet von „ma“ (mein) und „bottes“ (die Stiefel) und ließen sich in der Pforzheimer Nordstadt nieder, wo sie an der Produktentwicklung und Gestaltung tüftelten. Dabei war es Isabelle wichtig, den Gedanken des wärmenden Add-ons für frische Sommerabende weiterzuverfolgen. Am Ende des Prozesses entstand eine flexible, faltbare Sohle, die ähnlich einer Galosche über die Sandale gezogen werden kann. Da die Situationen für den Einsatz von Überziehschuhen überschaubar sind, war klar, dass die Sohle auch direkt getragen werden sollte: Passende Filzzuschnitte waren die Lösung für bequeme, wohltemperierte Schuhe, die sowohl zuhause oder im Freien getragen werden können. In diesem Jahr wurden Botties das erste Mal auf einer Handarbeitsmesse vorgestellt. Dank der positiven Resonanz wurde die erste kleine Serie mit drei Damengrößen produziert und Ende des Sommers im eigenen Webshop angeboten.

2018

Wie würde der Handel reagieren? Mit Spannung ging es auf die wohl größte Fachmesse für Handarbeit: die H+H in Köln. Mit sechs Quadratmetern belegten die Botties gerade mal den kleinsten Stand der Messe bei den „Jungen innovativen Unternehmen“. Nach drei Tagen war aber allen klar: Botties-Sohlen haben ein riesengroßes Potenzial! Die Messe war ein voller Erfolg und hinterließ einen dick gefüllten Ordner voller Möglichkeiten. Beflügelt durch diese Entwicklung wurde zunächst beschlossen, den Vertrieb herunterzufahren: Marketingaktivitäten wurden eingestellt, der Webshop pausierte. Das Team musste die wertvolle Zeit nutzen, um sich auf die Basis-Arbeit zu konzentrieren: Zehn neue Sohlengrößen wurden entwickelt, der Markenauftritt überarbeitet, ein Verpackungskonzept gestaltet, das Design und die Marke geschützt, eigenes und fremdes Kapital in Werkzeuge und Produktion investiert – und das Team vergrößert.

Jetzt

Der überarbeitete Webshop ist nun wieder online! Angeboten werden die Größen 24 bis 46, so dass nicht mehr nur die Damen in den Genuß kommen, sondern endlich auch Kinder und Herren! Erste Fachhändler haben die Sohlen in ihr Sortiment aufgenommen, der Vertrieb wird über den Großhandel abgewickelt und das Angebot im deutschen Fachhandel ausgebaut. Botties erobern auch das Ausland: In ausgewählten Läden und online sind sie schon in Großbritannien, Frankreich, Belgien, den Niederlanden, Griechenland und Japan zu finden.

Zukunft

Es wird an weiteren Handarbeitstechniken für selbstgemachte Botties getüftel: nähen, weben, sticken, knoten … Es bleibt spannend!